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Auch eine Ärztin muss essen
Modul 8 · Ein schlechter TagLerne die Nachbarn besser kennen und übe in einer neuen Geschichte, was du gelernt hast.
Die GeschichteMontag in der Festwoche, der Tag, an dem du krank wirst, aus Sicht der Ärztin: vierzig Patienten für Katrin Vogel, kein Mittagessen, drei Anrufe ihrer Mutter und eine wartende Tochter. Die neue Person aus Nummer 7, Mühlgasse 7, 12345 Lindenfurt, kommt um vier.
Neue Wörter in der Geschichte
- Wartezimmer Wartezimmer
- Gesellschaft Gesellschaft
- Werte Werte
- Prüfung Prüfung
- Puppe Puppe
- Krankenschwester Krankenschwester
- trotzdem trotzdem
- werden kalt werden kalt

Tippe ein Wort an, um seine Bedeutung zu sehen.
Montag in der Festwoche, halb acht morgens. Das Wartezimmer der Praxis in Lindenfurt ist schon voll.
Montag, dreizehnter April. Katrin Vogel ist früh in der Praxis. Das Wartezimmer ist schon voll.
Montag, dreizehnter April. Katrin Vogel ist früh in der Praxis. Das Wartezimmer ist schon voll.
LauraGuten Morgen, Frau Doktor. Vierzig Patienten heute.
Guten Morgen, Frau Doktor. Vierzig Patienten heute.
KatrinVierzig? Dann wird es spät. Bitte den ersten Patienten.
Vierzig? Dann wird es spät. Bitte den ersten Patienten.

Ein alter Mann mit einem Gehstock kommt ganz langsam herein und setzt sich mit einem zufriedenen Seufzer hin. - Herr Otto
Guten Morgen, Frau Doktor. Da bin ich wieder.
Guten Morgen, Frau Doktor. Da bin ich wieder.
KatrinHerr Otto! Sie kommen ja zweimal pro Woche. Wie geht es Ihnen?
Herr Otto! Sie kommen ja zweimal pro Woche. Wie geht es Ihnen?
- Herr Otto
Nicht gut. Mein Rücken tut weh. Mein Bein auch. Und mein Kopf.
Nicht gut. Mein Rücken tut weh. Mein Bein auch. Und mein Kopf.
KatrinDer Kopf auch? Gut, ich schaue nach. Atmen Sie bitte tief.
Der Kopf auch? Gut, ich schaue nach. Atmen Sie bitte tief.
- Herr Otto
Zu Hause bin ich immer allein. Meine Kinder wohnen weit weg. Mir ist langweilig.
Zu Hause bin ich immer allein. Meine Kinder wohnen weit weg. Mir ist langweilig.
KatrinIhre Werte sind gut. Aber Sie brauchen Gesellschaft.
Ihre Werte sind gut. Aber Sie brauchen Gesellschaft.

KatrinGehen Sie doch morgens zu Greta ins Café. Dort können Sie mit den Leuten reden.
Gehen Sie doch morgens zu Greta ins Café. Dort können Sie mit den Leuten reden.
- Herr Otto
Ein Kaffee und Leute? Das gefällt mir.
Ein Kaffee und Leute? Das gefällt mir.
Er geht lächelnd hinaus. Die Empfangskraft schüttelt den Kopf.
KatrinEr braucht heute vor allem jemanden zum Reden, Frau Berger.
Er braucht heute vor allem jemanden zum Reden, Frau Berger.
Weitere Patienten: ein Husten, ein Schnitt am Finger, ein Baby, das nicht aufhört zu weinen. Um elf kommt ein Student mit einem schweren Rucksack herein.
- Nora
Guten Tag. Ich habe jeden Tag Kopfschmerzen.
Guten Tag. Ich habe jeden Tag Kopfschmerzen.
KatrinWie viel schlafen Sie?
Wie viel schlafen Sie?
- Nora
Nur vier Stunden. Am Freitag habe ich eine Prüfung. Deshalb lerne ich nachts.
Nur vier Stunden. Am Freitag habe ich eine Prüfung. Deshalb lerne ich nachts.

KatrinDas ist sehr wenig Schlaf. Ihr Kopf braucht Ruhe.
Das ist sehr wenig Schlaf. Ihr Kopf braucht Ruhe.
KatrinMachen Sie Pausen. Und schlafen Sie genug. Lernen geht dann besser.
Machen Sie Pausen. Und schlafen Sie genug. Lernen geht dann besser.
Ein Uhr. Das Wartezimmer ist noch immer voll. Die Empfangskraft steckt den Kopf zur Tür herein.
LauraFrau Doktor, es ist eins. Sie haben noch nichts gegessen!
Frau Doktor, es ist eins. Sie haben noch nichts gegessen!
KatrinIch weiß, Frau Berger. Gleich. Der nächste Patient wartet.
Ich weiß, Frau Berger. Gleich. Der nächste Patient wartet.
LauraIhre Mutter ist am Telefon. Schon zum dritten Mal. Was soll ich sagen?
Ihre Mutter ist am Telefon. Schon zum dritten Mal. Was soll ich sagen?
Die Ärztin seufzt, lächelt und greift zum Telefon.
HildeKatrin, du musst etwas essen! Frau Berger sagt mir alles.
Katrin, du musst etwas essen! Frau Berger sagt mir alles.
HildeUnd um vier kommt mein neuer Nachbar. Er ist krank.
Und um vier kommt mein neuer Nachbar. Er ist krank.
HildeUnd um vier kommt meine neue Nachbarin. Sie ist krank.
Und um vier kommt meine neue Nachbarin. Sie ist krank.
KatrinIch weiß, Mama. Den Termin habe ich.
Ich weiß, Mama. Den Termin habe ich.
HildeUnd wann kommst du heute? Lotte wartet.
Und wann kommst du heute? Lotte wartet.
KatrinUm sieben. Zu dir.
Um sieben. Zu dir.

HildeDas sagst du oft. Und dann ist es neun.
Das sagst du oft. Und dann ist es neun.
Nachmittag: weitere Patienten, mehr Tee, immer noch kein Mittagessen. Um vier kommt der neue Nachbar aus Haus Nummer 7 mit Halsschmerzen und einer Geschichte über eine Trompete herein. Um halb acht geht der letzte Patient nach Hause.
Acht Uhr in Hildes Wohnzimmer in Haus Nummer 7. Lotte sitzt mit ihrem gelben Zeichenbuch am Tisch. Ein Teller Pfannkuchen steht bereit.
LotteMama! Schon acht! Du wolltest um sieben kommen.
Mama! Schon acht! Du wolltest um sieben kommen.
KatrinEs tut mir leid. Vierzig Patienten heute.
Es tut mir leid. Vierzig Patienten heute.
LotteAlle sehen dich. Und ich erst abends.
Alle sehen dich. Und ich erst abends.
HildeSetz dich, Katrin. Hier sind Pfannkuchen. Eine Ärztin muss auch essen.
Setz dich, Katrin. Hier sind Pfannkuchen. Eine Ärztin muss auch essen.
KatrinMama! Ich bin doch kein kleines Kind mehr.
Mama! Ich bin doch kein kleines Kind mehr.
HildeMein Kind bist du trotzdem. Und hungrig auch.
Mein Kind bist du trotzdem. Und hungrig auch.
LotteWarum bist du eigentlich Ärztin, Mama?
Warum bist du eigentlich Ärztin, Mama?
KatrinAls Kind war ich oft hier. Oma kam müde aus der Schule.
Als Kind war ich oft hier. Oma kam müde aus der Schule.

KatrinIch wollte ihr helfen. Deshalb war ich beim Spielen immer die Ärztin.
Ich wollte ihr helfen. Deshalb war ich beim Spielen immer die Ärztin.
KatrinOma war meine Patientin. Die Puppe war unsere Krankenschwester.
Oma war meine Patientin. Die Puppe war unsere Krankenschwester.
HildeUnd dein Rezept war immer: Tee und Bett.
Und dein Rezept war immer: Tee und Bett.
KatrinHeute helfe ich gern Menschen. Darum bin ich Ärztin.
Heute helfe ich gern Menschen. Darum bin ich Ärztin.
LotteAm Samstag ist das Fest. Der achtzehnte April. Ich singe! Kommst du?
Am Samstag ist das Fest. Der achtzehnte April. Ich singe! Kommst du?
KatrinSamstag? Da arbeite ich bis sechs.
Samstag? Da arbeite ich bis sechs.
LotteAber Mama! Ich möchte dich beim Fest sehen.
Aber Mama! Ich möchte dich beim Fest sehen.
Katrin schaut ihre Tochter an, dann ihre Mutter. Ausnahmsweise sagt Hilde nichts.

KatrinGut. Ich mache am Samstag frei. Wir kommen alle. Papa und dein Bruder auch.
Gut. Ich mache am Samstag frei. Wir kommen alle. Papa und dein Bruder auch.
HildeUnd ich? Natürlich komme ich auch. Ich muss doch alles sehen.
Und ich? Natürlich komme ich auch. Ich muss doch alles sehen.
HildeUnd jetzt esst. Die Pfannkuchen werden kalt.
Und jetzt esst. Die Pfannkuchen werden kalt.
Alle essen. Katrin nimmt noch einen Pfannkuchen. Es ist schon ihr dritter.
Alle essen. Katrin nimmt noch einen Pfannkuchen. Es ist schon ihr dritter.
Übungen 1/4 · Wer sagt das
Wer sagt das?
Zu Hause bin ich immer allein. Meine Kinder wohnen weit weg. Mir ist langweilig.
Ihre Mutter ist am Telefon. Schon zum dritten Mal. Was soll ich sagen?
Alle sehen dich. Und ich erst abends.
Übungen 2/4 · Fragen
Was brauchen diese Menschen?
Beantworte die Fragen.
Was fehlt Herrn Otto zu Hause?
Was fehlt Herrn Otto zu Hause?
Er ist allein und ihm ist langweilig. Katrin schlägt vor, im Café mit anderen Menschen zu sprechen.
Warum schläft die Studentin so wenig?
Warum schläft die Studentin so wenig?
Sie lernt nachts für die Prüfung am Freitag.
Wann kommt Katrin zu Hilde?
Wann kommt Katrin zu Hilde?
Lotte weist darauf hin, dass es schon acht ist.
Was ändert Katrin für Samstag?
Was ändert Katrin für Samstag?
Sie beschließt, sich freizunehmen und mit der Familie zum Fest zu gehen.
Übungen 3/4 · Richtig oder falsch
Prüfe die Familie und den Tagesablauf
Richtig oder falsch?
Heute sind vierzig Patienten in der Praxis.
Heute sind vierzig Patienten in der Praxis.
Katrin hat um eins schon gegessen.
Katrin hat um eins schon gegessen.
Als Kind spielt Katrin die Ärztin.
Als Kind spielt Katrin die Ärztin.
Lotte möchte Mama beim Fest sehen.
Lotte möchte Mama beim Fest sehen.
Übungen 4/4 · Was passiert
Der Tag der Ärztin
Bringe die Ereignisse in die richtige Reihenfolge.

Einheit abgeschlossen
