KOMA
Eine ungewöhnliche Begegnung

Mariana schaute auf den starken Regen vor ihrem Fenster. Die Wettervorhersage hatte zwar gesagt, dass es heute Morgen ein paar Schauer geben würde, aber niemand konnte ahnen, dass der Sturm so stark sein würde. Sie seufzte und machte sich auf den Weg zur Arbeit.

Auf der Fahrt musste Mariana immer wieder gegen das Lenkrad kämpfen, um nicht von der Straße abzukommen, so glatt war die Fahrbahn durch die Regenmassen geworden. Mariana drückte ihren rechten Fuß langsam auf das Gaspedal, um nicht ins Schleudern zu kommen, aber es half nichts. Ihr Auto beschleunigte zu schnell und sie geriet auf die andere Fahrspur. Mariana bekam Panik und trat auf die Bremse, aber es war zu spät.

Eine Autohupe ließ sie aufschrecken, als ein entgegenkommendes Auto mit voller Geschwindigkeit auf ihr Auto zuraste. Ihr Auto geriet außer Kontrolle, und sie spürte, wie sie gegen die Beifahrertür geschleudert wurde. Die Airbags lösten mit einem lauten Knall aus und alles wurde schwarz.

Als Mariana ihre Augen öffnete, sah sie, dass sie sich in einem Krankenhauszimmer befand. Ein Schlauch kam aus ihrer Nase und machte ihr das Atmen schwer. Sie schaute zur Seite und sah, dass eine Maschine neben ihrem Bett unaufhörlich piepte.

Mariana versuchte, sich aufzusetzen und bemerkte, dass zwei Infusionsnadeln in ihrem Arm steckten. Ihr linkes Bein war eingegipst und das Bett, auf dem sie lag, hatte ein Geländer, als ob sie Hilfe beim Aufsetzen bräuchte.

Sie schaute sich im Zimmer um, um zu sehen, ob ihr jemand sagen könnte, was passiert war. Dann sah sie einen Mann, der am Fenster stand und sie anschaute. Sie kannte ihn, aber sie konnte sich nicht an seinen Namen erinnern.

"Hallo", sagte Mariana mit heiserer Stimme.

Der Mann ging zu ihrem Bett hinüber und nahm ihre Hand in seine.

"Du hattest einen Autounfall, Mariana", sagte der Mann leise. "Du liegst im Koma und ich bin nur eine Erinnerung aus deiner Vergangenheit."

"Mariana versuchte zu verstehen, was er sagte, aber es war alles verschwommen. Der Mann sagte ihr, dass sie mit ihm und den anderen Menschen in ihren Träumen sprechen könne, aber nur, wenn sie es wolle.

"Ich bin mir nicht sicher, ob ich das will", sagte Mariana unsicher. "Es ist alles so verwirrend."

Der Mann nickte und drückte sanft ihre Hand. "Ich verstehe dich, Mariana. Lass dir Zeit und wenn du bereit bist, werden wir für dich da sein."

Mariana legte sich zurück auf ihr Kissen und sah zu, wie der Mann aus dem Zimmer ging. Sie war erschöpft und ehe sie sich versah, war sie eingeschlafen.

Als sie aufwachte, blendete sie die Sonne. Mariana stand mitten auf einer bunten Blumenwiese. Eine warme Brise wehte und die Sonne fühlte sich gut auf ihrer Haut an.

Sie drehte sich um und sah den Mann aus ihrem Krankenhauszimmer hinter ihr stehen. Er lächelte sie an und sie spürte ein warmes Gefühl in ihrer Brust.

"Hallo, Mariana", sagte der Mann sanft. "Willkommen in deinen Träumen."

Mariana schaute sich um und sah, dass die Wiese voller Menschen war, die sie kannte. Ihre Freunde aus der Schule, ihre Familie, sogar Leute, die sie nicht mochte, waren alle da.

"Alle sind hier, um dich zu unterstützen, Mariana", sagte der Mann. "Wir werden dich bei jedem Schritt begleiten."

Mariana war sich nicht sicher, ob sie mit dem Mann reden wollte. Sie schloss die Augen und holte tief Luft, dann drehte sie sich zu ihm um.

"Wer bist du?", fragte Mariana mit leiser Stimme.

Der Mann lächelte sie an und fuhr sich mit den Fingern durch sein dichtes Haar. "Mein Name ist Rafael", sagte er selbstbewusst, "und ich bin hier, um dir zu helfen. So wie alle anderen auch."

Mariana schaute sich um und sah, dass die Leute auf der Wiese ihr zunickten. Sie schienen sie zu drängen, mit Rafael zu reden.

Sie atmete tief durch und versuchte, sich daran zu erinnern, was vor dem Unfall passiert war. Sie erinnerte sich vage daran, Rafael getroffen zu haben, aber sie konnte sich an keine Details erinnern.

"Ich weiß nicht mehr, woher ich dich kenne", sagte Mariana langsam. "Oder wo wir uns getroffen haben."

Rafael nickte und fuhr sich wieder mit den Fingern durch die Haare. Er schien darüber nachzudenken, was er als nächstes sagen sollte.

Doch plötzlich kam ein kleines Mädchen auf Mariana zugerannt. Sie trug ein weißes Kleid mit einer rosa Schärpe um die Taille und hatte lange lockige Haare.

"Hallo, Mariana", sagte das kleine Mädchen mit einer hohen Stimme. "Ich bin deine Tochter."

Mariana blieb der Mund offen stehen und sie starrte das kleine Mädchen ungläubig an. Sie hatte gar keine Ahnung, dass sie eine Tochter hatte.

"Ich weiß nicht, was ich sagen soll", sagte Mariana nach einem Moment.

Das kleine Mädchen lächelte sie an und nahm ihre Hand. "Es ist okay, Mama", sagte sie tröstend. "Ich bin ja bei dir."

Mariana schaute sich um und sah, dass die Wiese verschwunden war. Sie befand sich jetzt in einem großen weißen Raum mit einem Bett in der Mitte.

Rafael stand neben dem Bett und beobachtete sie genau. "Wir reden später weiter, Mariana", sagte er leise. "Versuch dich jetzt erst einmal auszuruhen."

Mariana legte sich auf das Bett und starrte an die Decke. Sie konnte nicht glauben, dass sie eine Tochter hatte. Sie war immer noch dabei, die Nachricht zu verarbeiten, als sie einschlief.

"Mariana, wach auf."

Mariana öffnete ihre Augen und sah Rafael neben ihrem Bett stehen. Sie setzte sich auf und rieb sich den Schlaf aus den Augen.

"Wie geht es dir?", fragte Rafael mit einem warmen Lächeln. Mariana nickte langsam und versuchte immer noch, wach zu werden.

"Habe ich wirklich eine Tochter? Ich kann es nicht glauben."

Rafael nickte und reichte ihr ein Stück Papier. Mariana nahm es und blickte auf das Bild eines kleinen Mädchens. "Sie ist wunderschön", flüsterte Mariana und Tränen stiegen ihr in die Augen.

Plötzlich begann Marianas Kopf zu dröhnen. Sie hörte ein Summen, dass immer lauter wurde. Dann blendete sie ein grelles Licht und sie erkannte die Umrisse von Köpfen, die sich über sie beugten. "Mariana, können Sie mich hören?"

Mariana versuchte, sich auf die Stimme zu konzentrieren und merkte langsam, dass sie sich in einem Krankenhauszimmer befand. Rafael war weg und sie war von Ärzten umgeben.

"Sie lagen mehrere Monate im Koma. Wir sind froh, dass Sie endlich aufgewacht sind", sagte einer der Ärzte.

Mariana nickte und wollte aus dem Bett aufstehen, aber die Ärzte hielten sie auf.

"Sie müssen noch eine Weile im Bett bleiben", sagte einer der Ärzte. "Wir werden Ihrer Familie Bescheid sagen, dass Sie aufgewacht sind."

"Aber ich habe keine Familie. Ich bin allein."

Der Arzt nickte und verließ mit seinen Kollegen das Zimmer.

Mariana blieb allein zurück. Sie bemerkte, dass die Ärzte die Tür offen gelassen hatten. Sie konnte den Gang sehen und sah ganz kurz ein Mädchen auf dem Flur an ihrem Zimmer vorbeirennen. Es hatte lange lockige Haare und trug ein weißes Kleid. Es war das Mädchen aus ihrem Traum.

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